Einführung von Pfarrerin Ziemssen

Foto (Felix Kaestner): (v.l.) Sven Leutnant, Stefanie Lappe, Anja Kaestner, Pfrin. Kristina Ziemssen, Pfr. Sven Fröhlich, Andrea Wiehen, Ansgar Breucker, Ute Tschense, Pfr. Volker Neuhoff, Pfr. i.R. Gilbert Drews, Diakonin Petra Haselhorst, Superintendent Dieter Tometten, Marion Blobel, Pfr. Werner Lütkefend

Foto (Sven Leutnant): (v.l.) Pfr. Werner Lütkefend, Pfr. Sven Fröhlich, Diakonin Petra Haselhorst, Pfr. Volker Neuhoff, Pfrin. Kristina Ziemssen, Superintendent Dieter Tometten, Pfr. i.R. Gilbert Drews

Der Reformationstag des Jahres 2015 wird den Evangelischen in Geseke lange in besonderer Erinnerung bleiben. Denn an diesem Tag wurde die neue Pfarrerin der Kirchengemeinde, Kristina Ziemssen, in ihr Amt eingeführt. Zu dem Gottesdienst, der um 15 Uhr in der Martin-Luther-Kirche begann, und dem anschließenden Empfang im Bodelschwingh-Haus waren neben Gemeindegliedern und Geistlichen benachbarter Gemeinden wie Erwitte und Lippstadt sowie dem katholischen Pastoralverbund Geseke zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens geladen.

Der Einzug in die vollbesetzte Martin-Luther-Kirche erfolgte unter den Klängen des Posaunenchors zum Moderato Festoso aus der Hanseatic Suite von Jacob de Haan. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch Pfarrer Sven Fröhlich folgte mit dem bekannten Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ das erste Gemeindelied, welches in der Liturgie eines Reformationsgottesdienstes einen festen Platz hat, stammt es doch aus der Feder des Reformators selbst. In seiner Einführungsansprache ging Superintendent Dieter Tometten auf die letzte der drei vorgetragenen Lesungen ein: die Erzählung aus dem 1. Buch der Könige 19, wie Elias nach eifrigen Kampf in tiefe Niedergeschlagenheit und Mutlosigkeit versinkt. Wie sehr hatte er sich einen Gott gewünscht, der mit Macht und Gewalt daher kommt. So einen Gott hätte er gut brauchen können in den schwierigen Zeiten, die hinter ihm lagen. Aber Elia macht die Erfahrung, dass Gott nicht in Stürmen, nicht in Erdbeben und nicht im Feuer kommt. Erst als sich ein leises Säuseln erhebt, spürt Elia, dass Gott da ist. Diese Situation übertrug der leitende Geistliche des Kirchenkreises Soest auf die Situation der Geseker Gemeinde in den zurückliegenden Jahren und richtete dabei den Blick hoffnungsvoll und mutmachend in die Zukunft. Nach der Einführung wurden Pfarrerin Ziemssen viele Segensworte durch die anwesenden Geistlichen und Mitglieder des Presbyteriums mit auf den Weg gegeben. Mit einem Applaus begrüßte die versammelte Gemeinde ihre neue Pfarrerin.

Erneut erklangen die Instrumente des Posaunenchors zum passend gewählten Titel „Welcome“ von Reinhold Schelter; zuvor hatten die Musikerinnen und Musiker das „Preludio VI“ des zeitgenössichen Komponisten für Kirchenmusik, Traugott Fünfgeld, zu Gehör gebracht.

In ihrer Predigt thematisierte Pfarrerin Ziemssen in Anspielung auf die zuvor an die Gottesdienstbesucher verteilten Luther-Bonbons anhand der provokanten Fragestellung „Ist der Drops schon gelutscht?“ die Bedeutung vom lebendigen Wort Gottes sowie die Zugehörigkeit zur Kirche, die Martin Luther mit der Reformation zu erneuern versucht hat. Die im Mittelalter weit verbreitete Angst, durch falsches Verhalten die Liebe Gottes und das ewige Leben zu verlieren, belebte Heiligenkult, Fasten, Pilgern und schließlich den Ablasshandel. Auch heute findet sie ihre Fortführung in der Forderung an den Einzelnen, sich selbst zu beweisen und zu rechtfertigen, sowie in einer zunehmend leistungsorientierten Gesellschaft, die das Leben zu einer Casting-Show degradiert und in der Versagensängste und Liebesentzug zur Hölle unserer Tage werden. Als Kontrapunkt verweist Pfarrerin Ziemssen auf Kernworte des christlichen Glaubens und Lebens, die Seligpreisungen aus der Bergpredigt Jesu. Ihm genügen zehn Sätze, die Welt auf den Kopf zu stellen und alle Zwänge zur Rechtfertigung mit dem Zuspruch von Gottes bedingungsloser Liebe zu entmachten. Darum steht am Ende der Predigt die Botschaft, dass der Drops noch lange nicht gelutscht ist. Pfarrerin Ziemssen lud ein, sich am Ausgang mit weiteren Luther-Bonbons zu versorgen, denn sie sind „süß wie Gottes Wort – und als Erinnerung: Wir sind geliebt. Selig seid Ihr. Amen.“. Nach den Fürbitten und dem Segen zog die Gemeinde zum Kanon „Und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“ singend aus der Kirche aus.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Empfang im Geseker Gemeindehaus statt. Hier war für ein gemütliches Ambiente gesorgt. Ein viel gelobtes kaltes Buffet, an dem viele Hände dankenswerterweise mitgearbeitet haben, sorgte für das leibliche Wohl.

Pfarrer Sven Fröhlich moderierte die Grußworte, die an die neue Pfarrerin der Gemeinde gerichtet wurden. Der Geseker Gospelchor „Gospel in Motion“ sorgte dabei mit gleich mehreren Auftritten für einen schönen musikalischen Rahmen.

Nach den Grußworten des Presbyteriums durch die 2. Vorsitzende Andrea Wiehen, die sie mit einem Dank für die Begleitung in den letzten Jahren an Pfarrer Fröhlich und Frau Gawliczek vom Kreissynodalvorstand verband, wartete Bürgermeister van der Velden mit Details zur Geschichte der Evangelischen Christen in Geseke auf und wünschte Pfarrerin Ziemssen viel Glück für ihre Amtsführung. Das Familienzentrum Senfkorn überbrachte neben Glückwünschen ein Ständchen unter Beteiligung der KiTa-Kinder und letztlich gaben mit dem katholischen Pfarrer Werner Lütkefend aus Borgentreich und dem Kantor Klaus Irmscher aus Schwerte zwei Weggefährten einen Einblick in die Vielseitigkeit und das bisherige Engagement von Pfarrerin Ziemssen, die in abschließenden Worten ihre Freude über die neuen Aufgaben zum Ausdruck brachte.

Sven Leutnant

K o n t a k t e

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Donnerstag, 25.5. 8:30-12:30 Uhr
Integrationskurs für Frauen

Geseke: Kleiner Saal, Bodelschwingh-Haus Geseke Melanie Schlottmann

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Geseke: Christuskirche Störmede Pfarrer Dietmar Gröning-Niehaus

Donnerstag, 25.5. 19-21 Uhr
Probe Kirchenchor

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Integrationskurs für Frauen

Geseke: Kleiner Saal, Bodelschwingh-Haus Geseke Melanie Schlottmann

Freitag, 26.5. 19-21 Uhr
Posaunenchor - Probe

Geseke: Großer Saal, Bodelschwingh-Haus Geseke Werner Naundorf

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