Dabei sein ist alles

Erstellt am 07.08.2016
Grafik: Sven Leutnant

Hoch über der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro blickt die monumentale Statue von "Christus, dem Erlöser" vom im Süden gelegen Berg Corcovado hinab auf den Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2016. So wie Gott wendet auch die Statue den Blick nie von uns ab.

Aber steht der Olympische Gedanke "Schneller, höher, weiter" nicht im Widerspruch zur christlichen Lehre? Immerhin wird der Mensch allein durch seinen Glauben gerechtfertigt und allein durch die Gnade Gottes errettet, nicht durch seine Werke.
 
In der Bibel sind keine Disziplinen der Neuzeit überliefert – es gab kein Wettrudern der Fischer auf dem See Genezareth, kein Dressurreiten mit Eseln in Jerusalem und es ist auch nicht überliefert, dass ein Prophet je einen Triathlon absolvieren musste, um den gewünschten Ort zur Verkündigung von Gottes Wort zu erreichen. Und auch wenn Noah für den Bau der Arche sowie das Volk Israel für seine Wüstenwanderung von vierzig Jahren Dauer einen gewissen „Sportsgeist“ benötigten, sind beides bis heute keine olympischen Disziplinen.
 
Aber vielleicht kommt es bei sportlichen Wettkämpfen nicht auf das „was“ sondern eher auf das „wie“ an ... Ein traditioneller Judoka, der seinen Gegner im traditionellen Kampf mit einem geschickten Wurf auf den Boden zwingt, achtet immer darauf, dass dieser sich dabei nicht verletzt. Wenn dann der Verlierer dem Sieger aufrichtig gratuliert und dieser wiederum Worte des Trostes spendet, können und werden beide gewinnen.
 
Auch der Ausspruch von Ethelbert Talbot, Erzbischof der protestantischen Bischofskirche in den USA, kann als Versuch verstanden werden, sportliche Wettkämpfe in ein rechtes Licht zu rücken und eine Vereinbarkeit mit christlichen Tugenden herzustellen:

„Das Wichtige an den Olympischen Spielen ist nicht zu siegen, sondern daran teilzunehmen; ebenso wie es im Leben unerlässlich ist, nicht zu besiegen, sondern sein Bestes zu geben.“
 
Pierre de Coubertin, Gründer des Internationalen Olympischen Komitees, zitierte 1908 diese Aussage anlässlich eines Streits über den Sieg im 400-Meter-Lauf.…

„Dabei sein ist alles“ - das gilt übrigens auch für den Gottesdienst am Sonntag :-)

Was liegt angesichts der Christusstatue auf einem Berg näher als sich die Bergpredigt Jesu in Erinnerung zu rufen? Mit Blick auf das Olympische Feuer haben wir passende Worte gefunden, um allen Athletinnen und Athleten eine aufregende Zeit zu wünschen:

„So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
(Matthäus 5, 16)

Sven Leutnant

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