Emmauskirche

Ein Stück vom Himmel

Geseke. Ein Stück vom Himmel; ein Fenster zum Himmel. Nicht weniger soll man sehen und empfinden, wenn man in der neugestalteten Geseker Emmauskirche steht und den Corpus auf goldenem Grund an der Stirnseite des Raumes betrachtet. Pater Abraham vom Benediktinerkloster in Meschede hatte die Idee zu dieser Gestaltung und hat sie gemeinsam mit seinen Mitarbeitern in der Klosterschmiede der Abtei Königsmünster umgesetzt.

Dort wurden auch die anderen Prinzipalstücke für die Emmauskirche gefertigt: Altar, Ambo, und Taufbecken. „Wir haben versucht, mit und in unserer Arbeit Himmel und Erde in Verbindung zu bringen und dadurch einen Kontakt zu Gott zu symbolisieren“, erklärt der Benediktinermönch, der vor vielen Jahren seine Liebe zur Arbeit mit Metall entdeckt und inzwischen mit seinem engagierten und innovativen Mitarbeitern (zwei Meister, drei Gesellen, zwei Lehrlinge und drei Hilfskräfte) Kirchen in ganz Deutschland kunstvoll bereichert hat. Auch für den Kirchenkreis Soest-Arnsberg sind die Sauerländer  wiederholt tätig gewesen, unter anderem in Ostönnen oder Werl.

Der Bronze-Corpus war in der Kirchengemeinde bereits vorhanden. Ihn haben die Schmiede nun auf einen goldenen Untergrund montiert, „der – so Abraham – wie Glas wirkt. Die Symbolik dabei erklärt sich eigentlich von selbst: Der Auferstandene fährt zum Himmel. Das ist ein extrem dynamisches Bild, das durch die schlichte Form des Hintergrunds wieder aufgefangen wird.“

Pater Abraham und seinem Team hat die Arbeit für die Kirchengemeinde in Geseke sehr Spaß und Freude bereit: „Das war zwar recht sportlich, da das Zeitfenster nicht besonders groß war. Aber uns hat gefallen, dass hier eine Kirchengemeinde den großen Aufbruch in die Zukunft wagt und das auch zu Ende gedacht hat.“

Der Kunsthandwerker hofft, dass mit der Gestaltung auch Menschen angesprochen werden, die nicht zum Kern der Gemeinde und der Kirche gehören: „Die Distanz zwischen Gott und Mensch, die wir Menschen manchmal erleben und empfinden, soll  durch diese Gestaltung überbrückt werden. Ich hoffe, dass sich unsere Arbeit und das, was mir damit ausdrücken wollen, in weiten Teilen selbst erklärt.“

Pfarrerin Kristina Ziemssen ist in jedem Fall begeistert über die neuen Prachtstücke, die bei der Einweihung des neuen alten Gemeindezentrums mit Emmauskirche am kommenden Sonntag, 3. Dezember, ab 14 Uhr im Mittelpunkt stehen und der Gemeinde erstmals öffentlich vorgestellt werden. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen, die sich dabei auch gleich ein Bild davon machen, wie gelungen die Neugestaltung des Gemeindezentrum ist.

(Quelle Kreiskirchenamt Soest-Arnsberg - Limbrock)